Elternbeirat

Was ist der Elternbeirat?

Der Elternbeirat ist die Vertretung der Eltern der Schüler einer Schule. Ihm obliegt es, das Interesse und die Verantwortung der Eltern für die Aufgaben der Erziehung zu wahren und zu pflegen. Außerdem sollte er der Elternschaft Gelegenheit zur Information und zur Aussprache geben und über Wünsche und Anregungen der Eltern, die von allgemeiner Bedeutung sind, beraten. Weiterhin soll er das Verständnis der Öffentlichkeit für die Erziehungs- und Bildungsarbeit der Schule stärken. Er wird bei seinen Aufgaben von der Schule und dem Schulträger beraten und unterstützt. 

 
 

Gesetzliche Grundlagen

Gesetzliche Grundlagen für die Arbeit des Elternbeirats sind das Schulgesetz (§57) sowie die Elternbeiratsverordnung. Aus diesen ergeben sich u.a. folgende Aufgaben:


  • Wünsche und Anregungen aus Elternkreisen, die von allgemeiner Bedeutung sind, zu beraten und an die Schule weiterzuleiten
  • für die Belange der Schule beim Schulträger, bei der Schulaufsichtsbehörde und in der Öffentlichkeit einzutreten soweit die Mitverantwortung der Eltern dies verlangt 
  • an der Beseitigung von Störungen der Schularbeit durch Mängel der äußeren Schulverhältnisse mitzuwirken 
  • Maßnahmen, die eine Erweiterung oder Einschränkung der Schule oder eine wesentliche Änderung ihres Lehrbetriebs bewirken, zu beraten. Dazu gehört z.B. die Änderung des Schultyps, die Teilung einer Schule oder ihre Zusammenlegung mit einer andern Schule sowie die Durchführung von Schulversuchen
 
 

Ziele der Elternarbeit

Ziel der Arbeit des Elternbeirats ist es somit, das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrern und Eltern zu vertiefen und somit die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternschaft zu fördern.

 
 

Mitwirkung des Elternbeirats

Die Mitwirkung der Elternvertretung kann sich vor allem auf folgende Bereiche erstrecken:

  • Grundlegende organisatorische Fragen des Unterrichtsbetriebes 
  • Fragen der schulischen Freizeitgestaltung (z.B. Schullandheim u.der gl.) 
  • Grundlegende Fragen der Schulentwicklung, Schulprofilbildung und Erziehung in der Schule 
  • Veranstaltungen, die der Förderung der Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus dienen 
  • Einführung neuer Lernmittel im Rahmen der Lernmittelfreiheit sowie Ausstattung der Schülerbibliothek 
  • Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Ordnung in der Schule (Hausordnung) 
  • Verbesserung der äußeren (räumlichen und baulichen) Schulsituation, z.B. Schulhofgestaltung 
 
 

Wie wird man Elternbeirat?

Die Eltern bzw. die Sorgeberechtigten der Schüler einer Klasse wählen den 1. und 2. Elternvertreter am Klassenpflegschaftsabend (Elternabend). Der 1. Elternvertreter ist der Vorsitzende der Klassenpflegschaft ; sein Vertreter ist der Klassenlehrer! Die Wahl erfolgt in dem Schuljahr, das auf den Ablauf der Amtszeit des bisherigen Elternvertreters folgt, spätestens aber innerhalb von sechs Wochen nach Beginn des Unterrichts. 

Der Elternbeirat einer Schule besteht aus den gewählten Klassenelternvertretern.

 
 

Aufgaben der Elternvertreter

Die Elternvertreter halten Verbindung zu Klassenlehrer und Fachlehrern und tauschen sich regelmässig aus. Sie sind Ansprechpartner für die Eltern der Klasse und vertreten die Klasse nach außen. Außerdem sind sie für die Klassenpflegschaftssitzungen (Elternabende) verantwortlich. Es sollen mindestens 2 Klassenpflegschaftssitzungen pro Schuljahr durchgeführt werden, wobei je nach Bedarf auch weitere Sitzungen einberufen werden können. Somit soll der Elternbeirat: 

  • die Interessen der Elternvertreter und Eltern gegenüber der Schule, der Schulaufsicht, dem Schulträger und der Öffentlichkeit vertreten 
  • die Interessen der Schule den Eltern nahe bringen 
  • die Anteilnahme der Eltern am Schulleben fördern 
  • beratende Funktionen einnehmen bei grundlegenden Angelegenheiten 
  • bei Maßnahmen angehört werden, die von allgemeiner Bedeutung  für das Schulleben sind. 

Es sind sicherlich eine Vielzahl von Bereichen, in denen der Elternbeirat aktiv werden kann. Wichtig ist vor allem, dass die Elternvertreter ein offenes Ohr haben und auch frühzeitig erkennen, wann Handlungsbedarf besteht.