„Mit Erfolg in die Ausbildung“ - Podiumsdiskussion des Schulverbundes Bad Saulgau im Rahmen der BIZ-mobil-Woche

Wenn die Absolventen der Werkrealschule und Realschule des Schulverbundes Bad Saulgau am Ende ihrer Schullaufbahn noch keine Vorstellungen von ihrer beruflichen Zukunft haben, liegt es sicher nicht an der mangelnden Berufsvorbereitung der Schule, für diesen wichtigen Schritt ins Berufsleben. Dies wurde bei der, die „BIZ-mobil-Woche“ abschließenden Podiumsdiskussion „Mit Erfolg in die Ausbildung“ am Donnerstagabend im Foyer der Stadthalle deutlich.

Die „BIZ-mobil-Woche“, vom  mobilen Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit Balingen mit ihrer Berufsberaterin Karin Vogler und Udo Bachhofer, Leiter der Berufswegeplanung am Schulverbund konzipiert, bot den Abgangs- und Vorabgangsklassen eine umfassende Möglichkeit, sich über das breite und vielfältige Angebot der Berufsausbildung zu informieren.  Themen wie „Berufe in Uniform“, „Büroberufe“; „Soziale und Gesundheitsberufe“ aber auch das „Freiwilliges Soziales Jahr“ und vor allem der Nachmittag, an dem Auszubildende der Partnerbetriebe Rede und Antwort standen, waren Teil dieser Woche.

Dicht besetzt mit Schülern und Eltern war nicht nur das Stadthallenfoyer sondern auch das Podium mit Vertretern der Bad Saulgauer Ausbildungsbetriebe, der IHK Bodensee-Oberschwaben, der Handwerkskammer Reutlingen und der Arbeitsagentur. Breit war die Themenpalette, die der Moderator des Abends Konrektor Gerhard Röhm dem Auditorium stellte. Sie reichte von der richtigen Bewerbung über Mädchen im Männerberufen und Berufe gestern und heute bis zu Fragen der persönlichen Reife.

Den Reigen der Fragerunde eröffnete Baykal Ünal als Vertreter des UBS, der für die Ausbildung im Einzelhandel Werbung machte. Markus Brunnbauer von der IHK Bodensee-Oberschwaben zeigte anhand der Statistik auf, wie viel Potenzial und Chancen in der regionalen Berufsausbildung stecken. In 1500 IHK-Ausbildungsbetrieben werden allein   6600 Auszubildende in über 100 Berufen vom Automobilkaufmann bis zum Zerspanungsmechaniker ausgebildet. Dazu kommen auch noch die Berufe der Handwerkskammer, deren Mitgliedsbetriebe mit die meisten offenen Lehrstellen anzubieten haben.

Bei der Frage „Was zeichnet den idealen Bewerber aus ?“   folgte die Runde den Aussagen von Klaus Ailinger, Leiter der Ausbildung bei Claas und Patrik Baumgärtner, bei Reisch für die Ausbildung verantwortlich, dass die personalen und sozialen Kompetenzen wie Fleiß, Ehrgeiz, Identifikation mit dem Berufswunsch, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit nicht nur bei der Bewerbung sondern auch beim späteren Berufserfolg wichtig sind. Die früher oft belächelten Kopfnoten in Verhalten und Mitarbeit seien dabei neben anderen Kriterien mit die „Türöffner“ der Bewerbungsunterlagen. „Natürlich sind auch die Leistungsnoten immer noch wichtig, aber leichter ist es, dort Defizite aufzuarbeiten als im Verhaltensbereich“ so Dirk Reiner, Leiter der Ausbildung bei Knoll. Er brach auch eine Lanze für die Mädchen in den klassischen Männerberufen. „Sie tun dem Betriebsklima und auch der Lernmotivation in der Gruppe gut!“.

War es die Größe des Plenums oder war es tatsächlich das von der Berufsberaterin Karin Vogler konstatierte nachlassende Interesse, dass selbst bei den provokanten Feststellungen von ihr und Udo Bachhofer, wonach heute der bequeme Weg der leider mehr begangene Weg sei, nur ein leises Gemurmel und keine deutliche Reaktion seitens der Zuhörer kam und sich auch Fragen an das Podium in Grenzen hielten. „Besser als jetzt waren die Chancen für Jugendliche für den Berufseinstieg noch nie, nutzen sie diese Chance“ war dann auch der Appell am Ende der Podiumsdiskussion, bei der Rektor Armin Masczyk allen dankten, die sich für die Berufsfindung engagieren, insbesondere den Vertretern der mittlerweile vierzehn Bildungspartnerschaften, ohne die dieser praxisnahe Weg der schulischen Berufswegeplanung nicht möglich wäre.

 „Mit Erfolg in die Ausbildung“ war das Thema, mit dem sich 11 Fachleute der regionalen Berufsausbildung, darunter v.li. Dirk Reiner, Leiter der Ausbildung bei Knoll, Markus Brunnbauer von der IHK Bodensee-Oberschwaben und Klaus Ailinger, Leiter der Ausbildung bei Claas auseinandersetzten.  Foto: Eugen Kienzler
„Mit Erfolg in die Ausbildung“ war das Thema, mit dem sich 11 Fachleute der regionalen Berufsausbildung, darunter v.li. Dirk Reiner, Leiter der Ausbildung bei Knoll, Markus Brunnbauer von der IHK Bodensee-Oberschwaben und Klaus Ailinger, Leiter der Ausbildung bei Claas auseinandersetzten. Foto: Eugen Kienzler
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